NABU


Erich-Eickenrodt-Haus



NABU-Ausstellungen im Haus der Natur, jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr

"Der Wald" und "Vielfalt in Deutschlands Wäldern"
im Mai am 13., 20., 27.und 28. und im Juni am 3., 10., 17.und 24.

Neue NABU-Eisvogelausstellung on tour
im Juli am 1., 8., 15., 22. und 29.




"Insektenhotel Heinrich Lange“ beim NABU in Oldendorf

Ein langgehegter Wunsch konnte kürzlich in die Tat umgesetzt werden: Die NABU Ortsgruppe Hermannsburg/Faßberg e.V.
baute beim Haus der Natur in Oldendorf eine große Insektennistwand auf.
Zu Ehren ihres verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Heinrich Lange wurde sie nach ihm „Insektenhotel Heinrich Lange“ benannt.
Eine Spende der Sparkasse Celle und die Kondolenzspenden anlässlich der Bestattung von Heinrich Lange machten in
Verbindung mit vielen Eigenleistungen dieses Projekt möglich. (11) Warum ein Insektenhotel?
Durch intensive Landwirtschaft, Monokultur, Schädlingsbekämpfung, wenig Todholz, glatte Hausfassaden
und Dezimierung vieler Wildblumenarten und Wildkräuter haben es die Insekten schwer, sich zu behaupten.
Um ihnen zusätzliche Nistmöglichkeiten anzubieten, stellt man schon vielerorts „Insektenhotels“ auf.
Insekten sind wichtig für die Bestäubung und biologische Schädlingsbekämpfung und somit ein Bindeglied im
Gleichgewicht der Natur. Für Fundament, Fachwerk sowie Dach und Verschalung waren Eckhard Plaatje und
Horst Milles zuständig, (1, 2, 3, 4, 7) unterstützt von Gerd Huwe, Klaus Eichhorn und Klaus Zirke.
Beim Aufstellen der Gefache hat Hermann Tödter geholfen (5, 6) Die noch handgestrichenen Dachziegel stiftete
Dachdecker Knoop aus Hermannsburg. Den Ausbau der Gefache haben Inge Habenicht, Hans-Jürgen Huber,
Gerd Huwe, Klaus Eichhorn, Karin Jastrow, Waldow Hölting und Dieter Schott nach eigenen Ideen gestaltet.(8)
Die vielen Bohrungen in den Baumscheiben weisen Durchmesser von 1 mm bis 10 mm auf.
Die ersten Wildbienen waren schon nach einer Woche eingezogen. (9) Im mittleren Teil des Fachwerks
sind Schautüren mit eingebauten Plastikröhrchen von unterschiedlichen Durchmessern angebracht, um den
Besuchern das Nistverhalten der Insekten zu veranschaulichen. Die Eichentüren dafür wurden von
Tischler Dieter Schulze gespendet. Unter- und Oberbau des Insektenhotels soll Kleintieren wie Käfern,
Spinnen, Amphibien und Igel Unterschlupf gewähren. Auch für Fledermäuse ist im Dach gesorgt.
Zur offizielle Übergabe der Zuwendungen aus dem Reinertrag der Lotterie Sparen+Gewinnen
der Sparkasse Celle, bei der auch die NABU-Gruppe einen Scheck über 500,- € für das Insektenhotel bekam,
war auch Heinrich Lange jun. mit seiner Frau gekommen. Er freute sich über dieses schöne Zeichen des
Gedenkens an seinen Vater, das ganz in dessen Sinn sei. (10)
Heinrich Lange sagte immer: „Naturschutz fängt vor der Haustür an.“

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Klaus Zirke mit der Silbernen Ehrennadel des NABU geehrt
Der Naturschutzbund Deutschland hat auf Gut Sunder Klaus Zirke aus Oldendorf gemeinsam mit Willy Braune aus Faßberg für ihre großen Verdienste für den Naturschutz in der Gruppe Hermannsburg/Faßberg mit der Silbernen Ehrennadel geehrt. Seit 16 Jahren ist Klaus Zirke ehrenamtlich im NABU aktiv. Nicht wegzudenken ist er bei der Betreuung, Instandhaltung und Versorgung des NABU-Informations-Hauses "Haus der Natur"
(Erich-Eickenrodt-Haus).
Unermüdlich setzt er sich bei Arbeiten der Ortsgruppe ein, wie z.B. Nistkästen Aufhängen, Instandhalten und Reinigen. Auch in diesem Jahr hat er wieder beim Auf- und Abbauen von drei Amphibienschutzzäunen mit gearbeitet. Er betreut eine Korkensammelstelle (Korken für den Kranichschutz) in Hermannsburg und transportiert die Korken aus Hermannsburg und Faßberg zur zentralen Sammelstelle in Meißendorf/Gut Sunder. Gemeinsam mit Willy Braune pflegt Klaus Zirke Kontakte zu benachbarten NABU-Gruppen und organisiert Informationsfahrten der NABU-Ortsgruppe.
Wenn irgendwo im Naturschutz Hilfe gebraucht wird, ist Klaus Zirke zur Stelle.
Personen von links:
Dr. Holger Buschmann,
Willy Braune,
Gerhard Seider,
Klaus Zirke,
Dieter Schott


Foto H.J. Huber
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Nistkastenbau
Um unsern Vögeln zu helfen und weil das Bauen von Nistkästen einfach auch Spaß macht,
hat die NABU-Gruppe Hermannsburg/Faßberg kürzlich unter Anleitung von Albert Rodewald
in dessen Werkstatt in Oldendorf Nistkästen für Blau- und Kohlmeisen, Stare und
Gartenrotschwanz gebaut. Auch Bausätze wurden zusammengestellt für eifrige Bastler.
Und wer etwas für unsere Fledermäuse tun will, findet im Haus der Natur in Oldendorf auch
"Fledermaus-Großraumkästen", die z. B. von Abendseglern als Sommerquartiere genutzt werden.
Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume
nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen. -
Man kann die Nistkästen bei Klaus Zirke in Oldendorf (Tel.: 05052-3228)
nach Absprache erwerben.

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Schellentennachwuchs auf den Kiesteichen in Oldendorf
Schon seit einigen Jahren haben Aktive der NABU-Gruppe Hermannsburg/Faßberg
auf den Kiesteichen in Oldendorf Schellenten beobachtet. Aber bisher
kam es dort nie zur Brut, wohl auch, weil im näheren Umkreis geeignete
Bruthöhlen fehlten. Die Schellente brütet in Baumhöhlen vor allem in
alten Eichen, nimmt aber auch gerne Nistkästen an. Diese können sich
unmittelbar über dem Boden befinden, aber auch in einer Höhe von acht
bis zehn Metern. Im Norden Mitteleuropas ist die Schellente ein verbreiteter,
aber nicht häufiger Brut- und Sommer- und teilweise auch Jahresvogel.
Sie ist außerdem ein häufiger Durchzügler und Wintergast. Sie fühlt
sich an stehenden Gewässern, wie Seen und Teichen, sehr wohl. Die Schellente
ernährt sich von Schnecken, Pflanzenteilen, kleinen Fischen, Insekten
und deren Larven. Sie kann bis acht Meter tief tauchen, um dort ihre
Mahlzeiten zu erbeuten. Als Anfang 2009 wieder Schellenten auf den Kiesteichen
beobachtet wurden, trafen sich Jörg und Martina Barsuhn und Hartmut Pabst
vom NABU mit dem Ehepaar Hasso von Reden zu einer Ortsbesichtigung
und erhielten die Erlaubnis, dort am Waldrand spezielle Nistkästen anzubringen.
Daraufhin kaufte die NABU-Gruppe bei Hagedorn in Unterlüß vier Schellenten-Kästen,
und Uwe Lange und Jörg Barsuhn brachten sie im Frühjahr hoch oben an
mehreren Bäumen im Uferbereich an. (Foto von Uwe Lange) In diesem Jahr
begann in einem der Kästen ein Schellentenweibchen mit der Brut. Lange
war nicht viel von der Ente zu sehen, weil sie nur selten das Nest verlässt.
Der Erpel hält sich nur zu Beginn der Brutphase in der Nähe der Bruthöhle
auf. Noch vor dem Schlüpfen der Jungen verlässt er das Brutgebiet und
wandert in die Mausergebiete ab. Groß war die Freude, als eine Schellente
nach dem Verlassen des Nestes mit 2 Jungen beobachtet werden konnte.
(Foto von Wolfgang Schrandt) Welch schöner Erfolg! Ein besonderer Dank
gilt der Familie von Reden, die diese Aktion unterstützt hat!
 

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Die alte Sandkuhle beim Haus der Natur in Oldendorf


Der Eisvogel ist ein Charaktervogel unserer Heidebäche.
Weil die Örtze ihm kaum noch Steilwände für seine Bruthöhlen bietet und der starke
Paddelverkehr ihn bei der Aufzucht der Jungen stört, entstand in der NABU-Gruppe
der Plan, ihm hier in der alten Sandkuhle Zuflucht zu bieten. Die alte, aufgelassene
Sandkuhle beim "Haus der Natur" am Beutzener Weg (bisher "Erich-Eickenrodt-Haus")
war aber mit Erlen, Birken, Faulbaum, Weiden u.a. zugewachsen.
Im Winter 2007/08 haben viele Aktive damit begonnen, das Gelände wieder aufzulichten.
Vor allem wurden der kleine Teich (periodisches Gewässer) von Erlenaufwuchs befreit und der Uferbereich freigeschoben. Anfang 2009 wurden in Absprache mit dem Amt für
Naturschutz Celle in mehreren Arbeitseinsätzen in der gesamten Kuhle alle Bäume und
Sträucher entfernt. Nach Beratung mit Fachleuten vom NLWKN (Nieders. Amt für Naturschutz)
wurden im letzten Winter alle großen Baumstubben entfernt und der Oberboden abgeschoben.
Ferner wurden zu dem vorhandenen Teich noch zwei weitere Flachteiche angelegt.
Diese Arbeiten sind vom NLWKN genehmigt und finanziell gefördert. Die Sandkuhle
liegt ca. 1,3 km entfernt von den Oldendorfer Kiesteichen. Dort gibt es noch einen
schwindenden Bestand mehrerer Arten der Zwergbinsen- und Strandlings-Gesellschaften,
der Kreuzkröte (Bufo calamita) und von Kurzfühlerschrecken (Oedipoda caerulescens und
Sphingonotus caerulans). Diese Arten sind bei den Kiesteichen sehr gefährdet, da diese
inzwischen aus der Nutzung genommen worden sind. Offene Bereiche wachsen wieder zu,
Steilwände werden abgeflacht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die letzten
Uferschwalben dort keine Bleibe mehr finden und Fadenenzian und Zwerg-Lein verschwunden
sind. Der NABU will besonders diesen gefährdeten Arten in der Sandkuhle ein
"Ausweichquartier" schaffen, zumal sie teilweise in 1996 hier noch nachgewiesen wurden
und z.B. der Zwerg-Lein (Radiola linoides) im Sommer 2008 sich nach den ersten Arbeiten
mit mehreren 100 Ex. wieder eingestellt hatte.
Die betreuende NABU-Gruppe möchte die Sandkuhle allen Interessierten
zugänglich machen, - denn nur was man kennt, kann man auch achten und schützen.
Sie ist dabei, einen Weg zum Teich anzulegen und hat eine Beobachtungsbank aufgestellt.
Im Herbst wird eine Nistwand für den Eisvogel gebaut.
Die Steilwände sind wichtig für Vögel und Insekten, aber auch eine Gefahr für
spielende Kinder. Deshalb die Bitte an die Eltern, darauf zu achten,
dass ihre Kinder dort nicht herumklettern.
Eisvogel Fadenenzian
In diesem Sommer haben sich schon drei Rote-Liste-Arten in der Sandkuhle eingestellt:
in großer Zahl die Knorpelblume (Illecebrum verticillatum) und der Zwerglein (Radiola linoides),
und mehrere Exemplare vom Hirschsprung (Corrigiola litoralis). Bei einer Begehung mit
Vertretern des NLWKN äußerten diese ihre große Freude über diese gute Entwicklung.
An den Sonntagen im September zwischen 14 und 18 Uhr können NABU-Mitarbeiter
Interessierten diese Pflanzen zeigen. Wer in der Woche nachsehen möchte, darf dort gerne
nach ihnen suchen. Drei kleine Schilder helfen dabei. Dort herumzulaufen stört nicht.
Damit die Sandkuhle diesen besonderen Tier- und Pflanzenarten über Jahre Lebensraum
sein kann, muss der Boden offen gehalten werden. Deshalb werden immer wieder
Arbeitseinsätze nötig. Wer dabei mithelfen möchte, melde sich in Oldendorf bei Klaus Zirke,
dem "Guten Geist" im Haus der Natur, oder bei
nabu.hermannsburg.fassberg@gmx.de.

Hirschsprung  Knorpelblume

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  • NABU Hermannsburg/Faßberg

    Der Naturschutzbund in Hermannsburg, Faßberg und Müden/Örtze stellt sich vor!

    Der Naturschutzbund Deutschland ( NABU ) wurde vor über 100 Jahren als "Bund für
    Vogelschutz" gegründet. Der Verband hatte ursprünglich seinen Schwerpunkt auf
    die Erhaltung der Vogelwelt gerichtet, aber schon in den 20er Jahren erkannt, dass
    Artenschutz allein auf Dauer wirkungslos bleiben muss. Seitdem machen wir uns
    stark für einen umfassenden Natur- und Umweltschutz.

    Heute engagieren sich bundesweit über 350.000 Mitglieder im Naturschutzbund Deutschland.
    Mit über 46.000 Mitgliedern ist der NABU in Niedersachsen als mitgliederstärkster
    Natur- und Umweltschutzverband flächendeckend vertreten. Im Landkreis Celle
    arbeiten wir in zehn Ortsgruppen mit einer Gesamtzahl von 1300 Mitgliedern an dem
    Erhalt der Natur und Umwelt.

    Durch unseren steten Mitgliederzuwachs ist es uns gelungen, große Projekte wie die Naturschutzakademie Gut Sunder zu betreiben, Naturparks im Harz oder
    Jasmund auf der Insel Rügen zu unterstützen oder einfach nur durch den Kauf
    schützenswerter Flächen die Natur zu bewahren.

    In der Ortsgruppe Hermannsburg, mit ihren inzwischen ca. 360 Mitgliedern, nimmt die Umweltinformation einen großen Stellenwert ein, denn nur wer die Zusammenhänge
    in der Natur begreift, kann Natur und Umwelt achten und schützen.Wir betreuen auch
    eigene Flächen zur Schaffung neuer Lebensräume oder zur Sicherung vorhandener aber
    gefährdeter Lebensräume für bedrohte Tierarten.
    Wir begleiten Projekte Hermannsburger und Faßberger Schulen und Kindergärten und
    beteiligen uns mit einem eigenen Programm an den sogenannten Ferienpass-Aktionen
    der Gemeinde Hermannsburg.
    Wir stellen Nistkästen zur Verfügung, die soweit nötig von uns weiter betreut werden,
    oder sorgen mit der Aufstellung von Krötenzäunen dafür, dass es unter den Kröten,
    Fröschen und anderen Lurchen zu keinen Verlusten durch den Straßenverkehr kommt.

    Nachdem Sie das jetzt alles gelesen haben, stellen Sie sich wahrscheinlich die Frage:

    WAS KANN ICH TUN ???

    Nun, Sie können uns unterstützen indem Sie einfach "nur" Mitglied im Naturschutzbund
    Deutschland werden oder vielleicht sogar soweit gehen wollen, uns aktiv zur Seite zu
    stehen bei unseren Aktionen und Projekten.

    ...was kostet Sie das?

    Der Mitgliedsbeitrag beträgt 48 EUR oder für die ganze Familie 55 EUR.
    Er belastet Sie also mit ganzen 13 Cent für den Einzelnen oder 15 Cent für die ganze
    Familie am Tag

    ....dafür erhalten Sie:

    - Viermal jährlich das Journal "Naturschutz heute" mit Informationen über NABU-Projekte
      und Veranstaltungen, Reportagen und Berichte rund um den Natur- und Umweltschutz.
    - Zweimal jährlich unseren Rundbrief für den Kreis Celle mit aktuellen Terminen,
      Exkursionsberichten und vielem mehr.
    - die Gewissheit die Natur und Umwelt im Großen und vor Ort zu unterstützen.

    ....übrigens!

    Wir sind als gemeinnützig anerkannt, was für Sie zur Folge hat, dass Ihre Mitgliedsbeiträge
    und Spenden steuerlich absetzbar sind.Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben,
    unterstützen Sie uns vor Ort. Werden Sie Mitglied oder helfen Sie uns bei unserem
    Einsatz für die Natur.


    Internet: Homepage des NABU Kreisverband Celle

    Adressen:
    Klaus Eichhorn, Tel: 05052-2740
    Obmann für Hermannsburg
    Willy Braune, Tel: 05055-8945
    Obmann für Faßberg

    NABU
    OG Hermannsburg/Faßberg e. V.
    Junkernstraße 31
    29320 Hermannsburg

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    Das erneuerte Erich-Eickenrodt-Haus und der NABU in Oldendorf


    Das Erich-Eickenrodt Haus (EEH) liegt idyllisch an der Örtze (als FFH-Gebiet angemeldet) am Ortsrand von Oldendorf, einem Ortsteil von Hermannsburg. Der Ort Hermannsburg gehört zum nördlichen Landkreis Celle.
    Nicht weit vom Erich-Eickenrodt Haus, ungefähr 1,5 km, liegt das unter Naturschutz stehende Bornrieth Moor, jetzt auch FFH-Gebiet.

    Das EEH wurde in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Oldendorf und der Gemeinde Hermannsburg 1983 durch den ehemaligen Bund für Vogelschutz und heutigen NABU (Naturschutzbund Deutschland), Kreisgruppe Celle eingerichtet. Das Gebäude wurde 1945 zunächst als Behelfsheim erbaut und bis 1982 ständig bewohnt.

    Zu dem Haus gehört eine große Außenfläche. Diese beinhaltet unter anderem eine 0,75ha große ehemalige Kieskuhle mit ca. 300qm großem Teich, der im Sommer je nach Witterung zur Hälfte trocken fällt. Es kommen dort Grasfrösche, Moorfrösche, Kröten, Berg- und Teichmolche und Libellen verschiedener Arten vor. Am Ufer der Kieskuhle sind provisorisch Steilwände vorhanden, die für die Wiederansiedlung des Eisvogels hergerichtet werden kann.

    In diesem Biotop sind 78 Gefäßpflanzen und 11 Gräser, die teils als gefährdet gelten. Die vorhandenen Pflanzen wurden erstmals im September 1988 von der Arbeitsgruppe Botanik des NABU Kreisverbandes Celle kartiert. Ergänzt wurde die Kartierung im Juli 1998.

    Ferner befindet sich dort ein ausgeschilderter Waldlehrpfad, der leicht ca. 100 Stationen aufweisen kann, die zur Zeit wieder vollständig beschildert ist.

    An der Vorderseite des Erich-Eickenrodt Hauses haben wir bereits vor 8 Jahren einen Kräutergarten mit 40 verschiedenen Kräutern angelegt.

    Das Haus selbst hat fünf Räume und eine Gesamtgröße von 80 Quadratmetern. Vor dem Gebäude wurde vor zwei Jahren aus Eigenmitteln ein großer Schaukasten errichtet, in dem regelmäßig auf Veranstaltungen hingewiesen, aktuelle Zeitungsausschnitte aus der Region vorgestellt und die aktuellen Kampagnen des NABU dargestellt werden.

    Im Sommer finden dort normalerweise regelmäßig Aktionen statt. Vom Sommerfest über die Ferienpaß-Aktion für die Kinder, Besuche von Schulklassen und Kindergärten, kleineren Ausstellungen gibt es eine Reihe verschiedender Aktivitäten. Wegen des geplanten Umbaus waren für 2001 nur wenige Aktionen möglich.

    Heute stellt sich das Haus grundrenoviert dar. Neue Fenster, Toilettenräume und eine neue Heizungsanlage wurden eingebaut. Das Dach, die Wände, die Innenräume und die Aussenanlagen konnten überwiegend in Eigenleistungen saniert bzw. angelegt werden.

    Der Dank gilt allen freiwilligen Helfern, den Spendern von Geld und Baumaterial sowie der Institution "Bingo-Lotto", die diese Renovierung unterstützt haben.

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  • NABU-Maßnahmen gegen die Spätblühende Traubenkirsche

    Der NABU Hermannsburg/Faßberg hat im Rahmen einer Projektgruppe des "Kulturraum
    Oberes Örtzetal" auch in diesem Spätsommer in Oldendorf rund um's Haus der Natur
    wieder Maßnahmen gegen die Vermehrung und Ausbreitung der Spätblühenden
    Traubenkirsche durchgeführt.
    Die Späte Traubenkirsche ist ein Baum aus Nordamerika, der vor gut 30 Jahren vor
    allem als Brandschutz bei uns eingeführt wurde. Sie gehört zu den wenigen Neophyten,
    die eine Bedrohung für die biologische Vielfalt darstellen, denn sie unterdrückt mit ihrem
    dichten Laub alle anderen Pflanzen ihrer Umgebung. Von der Tierwelt, bis auf einige Vögel,
    wird sie weder als Futterpflanze noch als Wohnraum angenommen.
    Deshalb gehen wir in besonders gefährdeten Gebieten gegen sie vor.
    Ab Mitte Juli: Kleine Pflanzen ziehen wir raus. Größere schneiden wir in mind. 1 m Höhe
    (das macht die Nacharbeit leichter) ab und nehmen auch alle verbleibenden Zweige weg.
    Die Spätblühende Traubenkirsche treibt vorwiegend oben wieder aus. Vier bis fünf Jahre
    lang muss regelmäßig der Austrieb abgeschnitten werden. Die Samen bleiben noch viele
    Jahre keimfähig.
    Schwierig wird es, wenn die Traubenkirschen schon am Boden abgeschnitten wurden und
    dann buschig wieder ausgetrieben sind. Da muss man bis auf einige starke senkrechte Triebe
    alles unten wegschneiden und auch diese Triebe entblättern. Und immer wieder jährlich
    1-2 x nacharbeiten!
    Und noch ein Tipp eines Dendrologen: Einzelne Bäume, auch sehr große, dicht über der
    Erde absägen, den Stumpf mit mindestens 1 m² großer dicker Pappe oder schwarzer
    Folie abdecken, die ganze Fläche dick bedecken (Schreddergut, Zweige kleingeschnitten o.ä.)
    Die austreibenden Zweige erhalten so kein Licht und geben auf.
    Das ist dann eine einmalige Aktion.
    Erste Erfolge sind in Oldendorf schon sichtbar (Foto). Mehrere kleinere Bäume sind nicht
    wieder ausgetrieben. Auch ist inzwischen der Arbeitsaufwandwand geringer, weil nur noch
    der Nachtrieb abgeschnitten werden muss.
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